Dienstag, 29. September 2015

Auf nach Riobamba

¡Buenos Dias!

jetzt habe ich mich schon einige zeit nicht mehr gemeldet und es ist inzwischen auch schon einiges passiert.
ich bin jetzt schon vier Wochen in meiner Gastfamilie. 
Ich wohne zusammen mit meiner Gastmutter Gladys (65 Jahre) und ihrem jüngsten Sohn Luis (27 Jahre) zusammen. Jeden Tag vom Mittagessen bis zum Abendessen ist jedoch der Rest der Familie da. Dazu gehören noch 4 Gastschwester, Caty, Vero, Dayana und Leslie. Dann ist immer noch der Mann von der Caty, Pablo, hier und die Kinder zweier Gastschwestern, Vici und Juan David. 
Es ist immer was los hier im Haus. Aber das gefällt mir sehr gut. 

Mein Zimmer gefällt mir inzwischen auch. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen, dass ich kein Fester hab, sondern nur so ein Fenster in der Decke, dass man nicht öffnen kann, also kein richtiges Tageslicht und frische Luft … aber alles halb so wild. Man kann sich an alles gewöhnen, auch wenn man es zu Beginn nicht glaubt. 
So war das auch mit dem Essen hier. Es gibt einfach IMMER Reis. Jeden Tag. Und in Deutschland war Reis nicht gerade mein Lieblingsessen. Aber auch an das hab ich mich mit der Zeit gewöhnt. Ich kann jetzt sogar fast ganz trockenen Reis essen, ohne das Gefühl zu bekommen, das ich es nicht schlucken kann. 
Nicht das ihr jetzt ein falsches Bild bekommt. Es gibt natürlich auch noch etwas zu dem Reis. 
Und zwar immer eine Suppe und meistens Fleisch. Dazu dann entweder Salat, Tomaten und selten auch mal eine Soße. 
Am Anfang habe ich Bauchweh von dem Essen bekommen, aber Mittlerweile schmeckt es mir sehr gut. 
Ich habe auch schon das Meerschweinchen hier probiert. Es ist nicht zu meinem Lieblingsessen geworden, aber es schmeckt auch nicht schlecht. Jedoch bevorzuge ich das andere Fleisch ;) 

Was ich hier die ganze Zeit so mache ... 
Meine Woche besteht natürlich auch Hauptsächlich aus Arbeiten. Um 8 Uhr morgens muss ich in einem Therapiezentrum und Kindergarten für Behinderte Kinder sein. Ich kann zu Fuß zur Arbeit, dass ist sehr Praktisch.
Von 8 bis 12:30 arbeite ich im Kindergarten mit. Das heißt mit den Kindern spielen, beim essen helfen, basteln, aufpassen das sie sich nicht gegenseitig Ärgern. Wie das eben so mit Kindern ist.  
Mir gefällt es seeehr gut in meiner Arbeit. Hier ist es nicht so, das es  Altersgruppen gibt oder nach Art der Behinderung getrennt wird, sondern hier sind alle zusammen. Die Kinder sind hier im Alter von 3 - 29 Jahren. Und alle spielen zusammen, egal ob sie laufen können, richtig sprechen, oder nicht hören können, ob sie geistig etwas zurück geblieben sind oder Down Syndrom haben. 
Ich habe das Gefühl, das es den Kindern hier sehr gut geht und sie immer fröhlich sind.  Dadurch macht mir die Arbeit doppelt so Spaß und ich gehe sehr gerne jeden Morgen dorthin. 
Auch wenn ich Sprachlich noch nicht viel verstehe, komme ich auch gut mit meinen Kollegen aus.
Nachmittags von 14:30 bis 18:00 Uhr bin ich bei der Sprachtherapie und ab heute auch bei der Reittherapie dabei. 
Das Zentrum hat meiner Meinung nach ein großes Therapieangebot, das besteht aus: Sprachtherapie, Physiotherapie, Reittherapie, Schwimmtherapie und Hundetherapie. 
Meine Aufgaben sind in diesen Bereichen zum Beispiel, das Pferd führen und die Kinder festhalten und bei den den Übungen helfen. In der Sprachtherapie kann ich nicht sehr viel machen, da ich selbst noch nicht die Sprache kann, aber hier lerne ich dann mit den Kindern zusammen. 


Auch wenn ich am Anfang in Riobamba schon Heimweh hatte und vieles anders, neu und auch komisch fande, hab ich mich bis jetzt sehr gut eingelebt und an vieles gewöhnt. Und ansich ist es doch nicht mehr so viel anders wie zu hause… 
Meine Sprachkenntisse werden von Woche zu Woche besser. Besonders viel verstehe ich zwar immer noch nicht, aber fortschritte sind erkennbar.. finde ich zumindest :D 

Viele Liebe Grüße an alle auf der ganzen Welt! 
Eure Carlita ( wie mich mache Leute hier nennen) 


Der letzte Ausflug in Quito... El Teleferiqo

Elias, Alex und ich auf dem Weg zum Teleferiqo


Mit der Gondel auf 4000 meter


Wunderbarer Ausblick auf Quito



Ruhe vor dem Lärm und der Hektik der Stadt 





Dienstag, 1. September 2015

Mitad del Mundo

Mhhm lecker- gegrilltes Meerschweinchen 


Das Monument, das genau auf dem Äquator steht und gleichzeitig ein Museum ist



Die Gelbe Linie zeichnet den Äquator


Das Monument 





OMG auf dem Äquatooooooor 





Ausblick über die Anlage vom Mitad del Mundo


Die Weltkugel oben auf dem Museum



Eine kleine Kirche die auf der Nordhalbkugel steht und auf der Südhalbkugel 


hier das Falschgeld (oberer Schein mit blauem Strich) im vergleich zum richtigen 


Como el tiempo pasa ...

Es ist echt unglaublich wie die Zeit hier vergeht. Ich werde jetzt nur noch 3 Tage meinem Sprachkurs machen und dann sind auch schon die ersten drei Wochen so gut wie vorbei.
Bis jetzt hat sich mein Eindruck, das Ecuador bzw. Quito mir immer noch so mega gut gefällt nur noch mehr bestätigt und ich habe das Gefühl schon echt viel erlebt zu haben.

Vor kurzem hatte ich hier meine erste Falschgelderfahrung. Was natürlich einerseits sehr blöd war, da Alex und ich gerade an der Supermarktkasse standen und bezahlen wollten aber andererseits auch wieder lustig war, da ich sonst noch nie Falschgeld in der Hand hatte. Ich selber hätte niemals bemerkt, das es nicht das richtige war, aber anscheinend stimmte die Seriennummer nicht und es gab keine Stelle auf dem Schein die nicht so geschimmert hat, wenn man ihn gegen das Licht gehalten hat
Zum Glück hatten wir noch mehr richtiges Geld dabei und konnten letztendlich doch zahlen.

Am Wochenende waren wir mit anderen Freiwilligen vom Sprachkurs und ein paar Ecuadorianern in einer Bar und haben unsere noch nicht-vorhandenen- Salsakünste ausgepackt. Das war für alle sehr lustig, vor allem aber für die Ecuadorianer, die es einfach mal richtig gut drauf hatten und wir eben leider nicht. Aber gaaaanz vielleicht kommt das ja auch mit der Zeit. Ich warte zwar auch noch darauf, das mein Spanisch mit der Zeit besser wird, bis jetzt hat sich da noch nicht viel getan (außer ein paar Verwirrungen mit den verschieden Zeiten) , aber wenn ich ab Sonntag in meiner Gastfamilie bin, wird sich das sicher schnell ändern.

Außerdem haben wir am Wochenende noch den Mitad del Mundo besichtigt.
Alex und ich sind 1,5 stunden mit dem Bus zur Mitte der Erde gefahren und standen dann auf dem  Äquator. Dazu gibt es ganz viele Bilder ;) .
Zwar sind wir uns nicht zu 100% sicher, ob das jetzt der ganz genaue Äquator ist, den die Vermessung ist beim erstmal schiefgegangen, aber wir glauben ganz fest daran, das es der richtige war!

Soo, Ich freue mich jetzt darauf, am Sonntag meine Gastfamilie kennenzulernen und natürlich auch Riobamba zu entdecken! Ich bin zwar schon sehr aufgeregt, aber das wird schon alles klappen,

Liebe Grüße an alle aus der ganzen Welt,
Eure Carla