Sonntag, 13. Dezember 2015

Feliz Navidad


Meine Ausstecherle...
Ich hoffe ihr habt alle schon schön Plätzchen gebacken, die Kerzen auf dem Adventskranz angezündet, den Weihnachtsmarkt besucht und Glühwein getrunken.
Das ist alles was ich grade im Dezember sehr vermisse.
Hier ist zwar auch alles Weihnachtlich geschmückt, mit Plastik Weihnachtsbäumen und übermengen an Weihnachtsdekoration aber es is trotzdem nicht weihnachtlich.
Wir singen auch jeden Tag Weihnachtslieder in der Arbeit, aber wenn man dabei im T-Shirt dasitzt passt das doch irgendwie nicht so ganz.
Deshalb habe ich probiert mit Plätzchen backen etwas Weihnachtsstimmung hervorzurufen, aber nichts da ... mir fehlt einfach mein Adventskalender, der Nikolaus kam nicht und kalt ist es auch nicht.
Zwar bleibt der Weihnachtsstress aus, aber jetzt merke ich das mir das doch alles sehr fehlt!

Also genießt die Zeit, lasst euch nicht stressen, fahrt weniger Auto, dass es vielleicht doch noch schneit und habt euch alle lieb!

...und Vanillekipferl 
Eine schöne Weihnachtszeit wünscht euch Eure Carla

Samstag, 28. November 2015

Sorry, keine Bilder

Huhuu,

eine kurze Meldung, warum ich leider keine Bilder mehr Posten kann.
Mein Handy wurde letzte Woche geklaut und damit auch alle Bilder die ich hatte.
Da Handys hier sehr teuer sind, muss ich leider bis Februar warten, bis mir eins aus Deutschland mitgebracht wird.
So kann ich auch in nächster Zeit keine neuen Bilder mehr machen und seltener welche Hochladen können!

Wie ist es in Ecuador?

Halli Hallo Ihr alle,

jetzt bin ich schon über 3 Monate in Ecuador und ich muss sagen inzwischen habe ich mich gut eingelebt und auch mit dem Spanisch klappt es meistens ganz gut.
Ich weiß nicht wie es euch so geht, aber bevor ich hier her kam konnte ich mir überhaupt gar nicht vorstellen wie das hier so ist, in Südamerika beziehungsweise in Ecuador...
Wie sehen die Häuser aus, wie ist es in den Bussen, was für Autos fahren die, was für Kleidung tragen die Leute... und und und.
Hier habt ihr meine Erfahrungen und meine Wahrnehmungen mal aufgelistet

- die allermeisten Ecuadorianer sind klein. Egal wo ich hinkomme, meistens bin ich mit meinen 1,70 die größte

- die Frauen hier tragen viel öfters hier hohe Schuhe (wahrscheinlich, weil sie so klein sind ;) )

- hier fahren viele große Autos mit hinten einer Ladefläche. viele Renaults, Ford, Cheverolet und Hondas sind hier unterwegs, und keineswegs nur schrottkarren

- ich werde oft gefragt ob man in Deutschland als Sprache  Englisch spricht - ööhm nich das ich wüsste

- viele Ecuadorianer wissen nicht genau wie Europa aussieht, bzw. wie die ganzen Länder liegen

- Ich habe in noch keinem Haus ein Bücherregal gesehnen

- Vor sogut wie jedem Fenster hängen vorhänge und es gibt oft auch Zimmer, die gar kein Fenster haben oder nur eins, das in das Haus nach innen gerichtet ist. Ich weiß es nicht, aber anscheinend ist eine von licht durchflutete Wohunug oder Haus hier nicht so wichtig :D

- zu jedem Haus gehört eigentlich ein Hund. Mit dem wird dem wird aber nicht spazieren gegangen, sondern der lebt nur im Vorgarten und ist dazu da alle anzubellen die an dem Haus vorbeilaufen. Sehr nervig

- es gibt außerdem sehr viele Straßenhunde, die aber eigentlich ganz ruhig sind.

- sich die nägel lackieren lassen kostet hier nur 2$. Genauso sind Frisör, Piercing oder Tattoo stechen lassen auch viel billiger ist als bei uns in Deutschland. Extremsportaktivitäten wie Bundjijumping, Rafting, Flying Fox,...  ist viel billiger wie in Deutschland. Dafür aber Handys hier teurer.

- die Busfahrer fahren wie die verrückten und man sollte sich möglichst schnell und  möglichst gut irgendwo festhalten. Dafür muss man eben nur 25 cent zahlen.

- beim Autofahren schnallt man sich hinten nie an, es sind oftmals mehr Personen in einem Auto wie Plätze und die Ladeflächen dienen als zusätzliche Sitzplätze. Aber hier alles gar kein Problem.

-die Arbeit wegen einem Fußballspiel früher zu verlassen ist hier ganz normal.

- ich hasse die Decken zum schlafen hier. Das ist wie in Frankreich, wo man nur ein Laken hat und darüber dann decken gelegt werden. Leider sind 2 meiner Decken (von insgesamt 3) aus so einem ekligen Filzstoff, und ich verwurschtel mich jede nacht so dass ich immer diese ekligen Decken berühre. Außerdem muss man jeden Abend sein Bett machen das man gut darin schlafen kann -.-

- in den großen Städten hier in Ecuador ist es sehr gefährlich und das sagen selbst die Einheimischen. Es kann gut sein das man mit einer Pistole überfallen wird und alles hergeben muss was man hat. Und natürlich Taschendiebe.

- hier wird sehr viel Essen auf der Straße verkauft. Wobei man da aufpassen muss was man isst, da man sich da leicht irgendwelche Magen- Darm-Infektionen einfangen kann

- Als Deutscher oder Europäer wird man hier als “Gringo“ bezeichnet

- es wird sehr viel fern geschaut. Sehr schlechte Telenovelas

- es gibt hier keine Sportvereine.  Fußball oder auch Volleyball wird meistens um Geld gespielt.

- die Clubs schließen hier je nach Stadt um 2 oder um 3 Uhr nachts

- Ecuadorianer like ihre Beiträge und Fotos in Facebook immer auch selbst

- Ecuadorianer trinken gerne Bier

- zur Begrüßung sagt man hier: “Hola Como estas?“ (hallo, wie geht es dir), aber oftmals wird keine Antwort auf “wie geht es dir“ erwartet

- Kosenamen für Menschen und Tiere sind hier sehr beliebt. Es ist egal ob man die Person kennt oder auch nicht, alle sind hier:
          mihija/mihijo  - meine Tochter/mein Sohn
          mi amor - meine Liebe
          mi vida - mein Leben
          mi corazion - mein Herz
          mi Reina - meine Königin

- oft wird die Wäsche von Hand gewaschen

- es gibt keine Spülmaschinen

-hier wird kein Staubsauer verwendet sondern nur mit einem Besen gekehrt

- es is normal mit 22 ein Kind zu haben und verheiratet zu sein


Sooo, das sind jetzt die Sachen die mir so im Laufe der Zeit aufgefallen sind und ich öfters mitbekommen habe. Natürlich ist alles nur auf meine persönliche Wahrnehmung bezogen und kann von jeden anderen anders wahrgenommen werden.

Viele Liebe Grüße an alle,

Eure Carla




Dienstag, 3. November 2015

Playas y Guayaquil

Eines schönen Wochenendes bin ich nach Guayaquil gereist, um Alex zu besuchen. 
Guayaquil ist eine rießige Stadt an der Costa. Es herrscht eine unglaubliche Hitze hier, das ist manchmal echt nicht mehr schön. Aber trotzdem hat mir Guayaquil sehr gut gefallen, obwohl man hier schon mehr aufpassen muss, da wirklich alle sagen: Guayaquil ist gefährlich... Aber mir ist nichts passiert und alles bestens gelaufen!

 Alex Gastfamilie hat ein Haus am Strand, in Playas.  Der Pazific ist soooo warm gewesen, das hat mal richtig gut getan. Was sehr schade ist, ist das am Strand sehr viel Müll rum liegt. Aber das sieht man in Ecuador sehr oft. Die Straßen sind voll mit Müll, da es wenig Mülleimer gibt und so auch am Strand. Nichtsdestotrotz konnten wir das Wochenende sehr genießen. 

La playa a Playas 



Saludos del mar 




Ausblick über Guayaquil



Baños - Das Tor zum Regenwald

Baños ist eine kleine Touristenstadt zwischen der Sperre (dem Hochland) und dem Oriente (Regenwald). Hier kann man viele Outdooraktivitäten wie Rafting, Canoping/Flyingfox, Bungeejumping, Canyoning, Kayak fahren, Pferde reiten, Paragliding, .... Das ist sehr cool und vor allem alles billiger, wie wenn man es in Deutschland machen würde. Alex und ich haben am Wochenende mal Canoyning ausprobiert. Das hat Spaß gemacht, aber an der einen oder anderen Stelle schon Überwindung gekostet. 
Man merkt der Stadt den Tourismus schon sehr an. Ich habe in Ecuador noch nie so viele Blondhaarige Menschen an einem Ort gesehen, aber trotzdem ist es ein sehr schöner Ort. 
Ich werde ganz bestimmt noch öfters herkommen und die restlichen Aktivitäten ausprobieren. Außer Bungeejumping... das  werde ich nie im Leben machen ;)

Wasserfall und grüne Berge 









Canoyning - Wasserfälle runter klettern


Alex und Ich beim Abseilen 



Zusammen mit Schweizer Backpackern 



Montag, 12. Oktober 2015

Riobamba - Mi Ciudad

Riobamba ist die Stadt, in der ich das Jahr über lebe. Sie liegt auf ca. 2750 Metern in der Sierra, also in den Bergen. Es ist eine kleinere, ruhige Stadt mit ca. 150 000 Einwohnern.
Mir gefällt es supergut hier, da Riobamba schön überschaubar ist, man alles in der Nähe hat und man vieles zu Fuß machen kann. Taxis sind hier auch so gut wie sicher und billig.

Hier ein paar Bilder

Centro Despertar de Los Angeles


Meine Arbeitsstelle


Auf dem Weg zu meiner Arbeit


Auf dem Weg zu meiner Arbeit 


Regenbogen 


Meine Kolleginnen und die Kinder 


Beim Spielen 


Ein Blick über Riobamba






Die Stierkampfarena


Alex zu Besuch in Riobamba


Wanderung auf den höchsten Berg/ Vulkan Ecuadors


Lamas






Dienstag, 29. September 2015

Auf nach Riobamba

¡Buenos Dias!

jetzt habe ich mich schon einige zeit nicht mehr gemeldet und es ist inzwischen auch schon einiges passiert.
ich bin jetzt schon vier Wochen in meiner Gastfamilie. 
Ich wohne zusammen mit meiner Gastmutter Gladys (65 Jahre) und ihrem jüngsten Sohn Luis (27 Jahre) zusammen. Jeden Tag vom Mittagessen bis zum Abendessen ist jedoch der Rest der Familie da. Dazu gehören noch 4 Gastschwester, Caty, Vero, Dayana und Leslie. Dann ist immer noch der Mann von der Caty, Pablo, hier und die Kinder zweier Gastschwestern, Vici und Juan David. 
Es ist immer was los hier im Haus. Aber das gefällt mir sehr gut. 

Mein Zimmer gefällt mir inzwischen auch. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen, dass ich kein Fester hab, sondern nur so ein Fenster in der Decke, dass man nicht öffnen kann, also kein richtiges Tageslicht und frische Luft … aber alles halb so wild. Man kann sich an alles gewöhnen, auch wenn man es zu Beginn nicht glaubt. 
So war das auch mit dem Essen hier. Es gibt einfach IMMER Reis. Jeden Tag. Und in Deutschland war Reis nicht gerade mein Lieblingsessen. Aber auch an das hab ich mich mit der Zeit gewöhnt. Ich kann jetzt sogar fast ganz trockenen Reis essen, ohne das Gefühl zu bekommen, das ich es nicht schlucken kann. 
Nicht das ihr jetzt ein falsches Bild bekommt. Es gibt natürlich auch noch etwas zu dem Reis. 
Und zwar immer eine Suppe und meistens Fleisch. Dazu dann entweder Salat, Tomaten und selten auch mal eine Soße. 
Am Anfang habe ich Bauchweh von dem Essen bekommen, aber Mittlerweile schmeckt es mir sehr gut. 
Ich habe auch schon das Meerschweinchen hier probiert. Es ist nicht zu meinem Lieblingsessen geworden, aber es schmeckt auch nicht schlecht. Jedoch bevorzuge ich das andere Fleisch ;) 

Was ich hier die ganze Zeit so mache ... 
Meine Woche besteht natürlich auch Hauptsächlich aus Arbeiten. Um 8 Uhr morgens muss ich in einem Therapiezentrum und Kindergarten für Behinderte Kinder sein. Ich kann zu Fuß zur Arbeit, dass ist sehr Praktisch.
Von 8 bis 12:30 arbeite ich im Kindergarten mit. Das heißt mit den Kindern spielen, beim essen helfen, basteln, aufpassen das sie sich nicht gegenseitig Ärgern. Wie das eben so mit Kindern ist.  
Mir gefällt es seeehr gut in meiner Arbeit. Hier ist es nicht so, das es  Altersgruppen gibt oder nach Art der Behinderung getrennt wird, sondern hier sind alle zusammen. Die Kinder sind hier im Alter von 3 - 29 Jahren. Und alle spielen zusammen, egal ob sie laufen können, richtig sprechen, oder nicht hören können, ob sie geistig etwas zurück geblieben sind oder Down Syndrom haben. 
Ich habe das Gefühl, das es den Kindern hier sehr gut geht und sie immer fröhlich sind.  Dadurch macht mir die Arbeit doppelt so Spaß und ich gehe sehr gerne jeden Morgen dorthin. 
Auch wenn ich Sprachlich noch nicht viel verstehe, komme ich auch gut mit meinen Kollegen aus.
Nachmittags von 14:30 bis 18:00 Uhr bin ich bei der Sprachtherapie und ab heute auch bei der Reittherapie dabei. 
Das Zentrum hat meiner Meinung nach ein großes Therapieangebot, das besteht aus: Sprachtherapie, Physiotherapie, Reittherapie, Schwimmtherapie und Hundetherapie. 
Meine Aufgaben sind in diesen Bereichen zum Beispiel, das Pferd führen und die Kinder festhalten und bei den den Übungen helfen. In der Sprachtherapie kann ich nicht sehr viel machen, da ich selbst noch nicht die Sprache kann, aber hier lerne ich dann mit den Kindern zusammen. 


Auch wenn ich am Anfang in Riobamba schon Heimweh hatte und vieles anders, neu und auch komisch fande, hab ich mich bis jetzt sehr gut eingelebt und an vieles gewöhnt. Und ansich ist es doch nicht mehr so viel anders wie zu hause… 
Meine Sprachkenntisse werden von Woche zu Woche besser. Besonders viel verstehe ich zwar immer noch nicht, aber fortschritte sind erkennbar.. finde ich zumindest :D 

Viele Liebe Grüße an alle auf der ganzen Welt! 
Eure Carlita ( wie mich mache Leute hier nennen)